Wiener Wasser – DAS Business-Getränk!

Archivmeldung vom 23.06.2010.
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Projekt von DIE UMWELTBERATUNG Wien im Auftrag der INITIATIVE "Abfallvermeidung in Wien", MA 48, 2004

Motivation, Inhalt, beabsichtigte Ziele, Methode der Bearbeitung, Daten:

Jährlich werden in Österreich rund 800 Millionen Liter abgepacktes Mineralwasser getrunken, mit steigernder Tendenz, das gilt auch für stilles Mineralwasser. Dabei gibt es gerade in Wien eine hervorragende Alternative: Das Wiener Wasser! Das Wiener Trinkwasser schmeckt nicht nur hervorragend und ist von bester Qualität [1], sondern erspart im Gegensatz zu abgepacktem Tafel- oder Mineralwasser auch große Mengen an Abfall, Energie und Transportkilometer.

Ziel des Projekts „Wiener Wasser - DAS Business-Getränk“ war die Positionierung des Wiener Trinkwassers als optimales Getränk für Meetings und am Arbeitsplatz. Dadurch konnten Abfallaufkommen und Energieverbrauch von abgepackten Getränken wie Tafel- oder Mineralwasser bzw. Limonaden verringert bzw. vermieden werden.

Das Projekt „Wiener Wasser - DAS Business-Getränk“ wurde in 19 Wiener Betrieben und einem Verwaltungsbetrieb durchgeführt. In einer zweimonatigen Pilotphase wurde bei Besprechungen und firmeninternen Veranstaltungen Flaschenwasser durch Leitungswasser in Karaffen ersetzt. Neben einem Beitrag zum Umweltschutz und zur Betriebsgesundheit ergaben sich für die teilnehmenden Unternehmen konkrete ökonomische Vorteile.

Für die Umsetzung des Projektes wurden neben Infomaterialien in Form von Foldern, Tischaufstellern und Plakaten formschöne Karaffen mit einem Slogan bedruckt und den 20 Wiener Betrieben zur Verfügung gestellt, die MA 31 stellte Gläser bereit. Mit einem Startevent und den Infomaterialien wurden alle MitarbeiterInnen auf das Projekt aufmerksam gemacht und eingeladen, bei Besprechungen bzw. bei der täglichen Arbeit zu Wiener Wasser zu greifen. Während der Pilotphase betreute das Projektteam von DIE UMWELTBERATUNG Wien die teilnehmenden Betriebe fachlich und organisatorisch, innerhalb der Betriebe gab es eine/n Projektverantwortliche/n.

Bei den Startevents wurden Wasserblindverkostungen durchgeführt und Fragen zum Wiener Wasser beantwortet. Danach wurden die Infomaterialien und die Karaffen bei den Besprechungen eingesetzt, auf Wunsch einiger Unternehmen, wurden die Informationsmaterialien ins Englische und Russische übersetzt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut IFES wurde eine Online-Befragung zur Evaluierung der Trinkgewohnheiten der MitarbeiterInnen durchgeführt. Die erste Welle wurde vor Projektstart, die zweite Befragungswelle nach Abschluss des Projektes durchgeführt. Ziel war es, die Akzeptanz der Maßnahme sowie eine Veränderung des Trinkverhaltens zu erheben. Nach Projektablauf wurde für jedes Unternehmen eine Kosten/Nutzen Rechnung erstellt und die Änderung der Abfallmenge erhoben.

Zur Verbreitung der Projektinhalte wurden zwei zielgruppenrelevante Präsentations-Veranstaltungen durchgeführt.

Ergebnisse, Schlussfolgerungen:

Das Interesse der Unternehmen war sehr groß. Insgesamt nahmen 20 Betriebe teil. Es wurden insgesamt 5.882 MitarbeiterInnen erreicht. Den Firmen wurden 765 Karaffen und 820 Gläser für die Durchführung des Projektes zur Verfügung gestellt. Weitere 20 Firmen zeigten Interesse an der Umsetzung des Projektes.

In den interessierten Unternehmen wurden im Zeitraum von Juli bis August Erstgespräche geführt. Im Rahmen dieses Erstgespräches wurde das Projekt präsentiert und ein/e Projektverantwortliche/r vor Ort bestimmt. Organisatorische Rahmenbedingungen wie die Erhebung des Ist-Zustandes und der Getränkeversorgung im Betrieb, Beginn der Pilotphase und Ablauf des Startevents, sowie der Modus der MitarbeiterInneninformation wurden geklärt.

Zwischen August und September fanden 20 Startevents statt, bei denen Wasserblindverkostungen durchgeführt und die Infomaterialien angeliefert wurden. Das Interesse der MitarbeiterInnen an den Wasserblindverkostungen war sehr hoch. Ab diesem Zeitpunkt wurden in den Betrieben die Karaffen und die Infomaterialien benutzt. Die Betriebe wurden in der zweimonatigen Pilotphase laufend von DIE UMWELTBERATUNG Wien betreut.

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut IFES wurden zwei Online-Fragebögen zur Evaluierung der Trinkgewohnheiten der MitarbeiterInnen erstellt. In der ersten Welle wurden die MitarbeiterInnen vor Projektstart befragt, die zweite Befragungswelle erfolgte nach Beendigung der Pilotphase. Insgesamt hatten 2.100 MitarbeiterInnen die Möglichkeit an der Befragung teilzunehmen. Die Beteiligung lag in der ersten Welle bei 25%, in der zweiten Welle bei 15%. Diese Teilnahmequote liegt laut IFES im Rahmen des für Onlinebefragungen üblichen Responses.

Weiters wurde für jedes Unternehmen eine Kosten/Nutzen Rechnung erstellt. Der ökologische Vorteil (Ersparnis von Energie, Abfall, Transport) wurde errechnet. In den 19 Firmen und dem Verwaltungsbetrieb wurden innerhalb der zweimonatigen Pilotphase insgesamt 7.000 l abgepacktes Wasser und 3.800 € eingespart. Als Basis dienen die Aufzeichnungen der Unternehmen. Verglichen wurde die Menge im Projektzeitraum eingekaufter Getränke mit dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr. Die Ergebnisse dieser Evaluierung wurden jedem einzelnen Betrieb detailliert in Form einer individuellen „Kosten/Nutzen-Rechnung“ mitgeteilt und sowohl in den Projektendbericht als auch in den Leitfaden eingearbeitet.

Das Projekt wurde in zwei zielgruppenrelevanten Veranstaltungen präsentiert. Dort konnten 90 Personen über das Projekt informiert werden. An beiden Terminen konnten neue InteressentInnen für das Projekt gefunden werden.

Begleitend zu den Informationsveranstaltungen wurde Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

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[1] Holler: Informationspapier - Abgepacktes Wasser versus Wiener Hochquellwasser; Betrachtung der Vor- und Nachteile des Einsatzes von Mineralwasser oder Tafelwasser gegenüber Leitungswasser, 2001


KONTAKT:

Projektleiterin: Mag.a Elisabeth Tangl

DIE UMWELTBERATUNG Lebensmittel & Konsum

Hietzinger Kai 5/7, 1130 Wien

Tel: 01/6887768-11

www.umweltberatung.at


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