Lokale Agenda 21 in Wien - Von der Betroffenheitsbeteiligung zur Akteurskooperation
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Projekt des Instituts für Stadt- und Regionalforschung - TU Wien im Auftrag der MA 22 Stadt Wien Umweltschutz, 2001
Vorbemerkung
Um die komplexen Anforderungen nachhaltiger Entwicklung mit ihrer gleichzeitigen und gleichwertigen Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Aspekte umzusetzen, ist breiter gesellschaftlicher Konsens notwendig. Dieser Konsens kann mit den traditionellen Mitteln parlamentarischer Demokratie immer weniger hergestellt werden. Die Legitimationskrisen der letzten Jahrzehnte haben zu einem umfangreichen „Katalog“ formeller und informeller Beteiligungsverfahren geführt, die derzeit neben positiven Effekten auch Enttäuschungen auf Seiten der Politik und der staatlichen Verwaltung sowie auf Seiten der BürgerInnen erzeugen.
Lokale Agenda 21 Prozesse gehen in der Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen an allgemein interessierenden Fragestellungen einen qualitativen Schritt weiter als bisherige Verfahren der BürgerInnenbeteiligung: Die aktive Einbindung einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis mit dem Ziel einer gleichwertigen Kooperation macht schließlich aus betroffenen BürgerInnen aktive Kooperationspartner und ergänzt das Akteursfeld um die Wirtschaft und intermediäre Organisationen.